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Die Welt verlassen: Über die Schönheit des kontemplativen Lebens

Was ist die Kontemplation? Jenseits von Leistung, Effizienz und Nutzbarkeit, gehört sie dem Raum der Zweckfreiheit an. Sie ist ein Schauen (Beschauung), die an der Liebe gebunden ist. Die Verwandten dieser geistlichen Kontemplation, im menschlichen Sinne, sind die künstlerische Kontemplation, die Betrachtung der Natur, die rein spekulativ-wissenschaftliche Erkenntnis, und das Schauen eines Verliebten. Ohne diesen Bereich wird der Mensch auf das Nützlichkeitselement reduziert und zur Maschine. Es ist der Appell im Menschen über sich selbst hinauszugehen.

Was die christliche Kontemplation betrifft, gibt es in der geistlichen Tradition einen Weg dorthin, über die lectio, meditatio und oratio. Die Tür dorthin ist das Innere Gebet als Sich-lieben-lassen, eine rein freundschaftliche Beziehung zu Christus, die im Glauben gelebet wird. Johannes von Kreuz beschreibt die mystische Kontemplation als eine Erkenntnis, die nicht aus Ratio hervorgeht, sondern aus Gnade, aus innerer Erfahrung des Hl. Geistes. Die "eingegossene Kontemplation" ist ein reines Gnadengeschenk.

Wir werden gemeinsam versuchen, die Schönheit des kontemplativen Lebens zu erforschen, und unseren Wunsch danach neu zu erwecken.

11:30 - 12.15

Luc Emmerich

Luc Emmerich

 
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