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Schauen und Tun - ein anthropologisches Spannungsfeld

Die Unterscheidung von Kontemplation und Aktion kennzeichnet unterschiedliche Kulturen. Es ist deutlich, wo in einer arbeitsbestimmten Kultur das Herz schlägt: bei der Aktion. Und doch: Manager gehen zur „Auszeit“ ins Kloster, Universitäten geben ein Sabbatjahr frei, Meditationskurse sind so voll wie die Schlaflabore für die Überaktiven. Ein neues Wort heißt „Runterchillen“, nachdem man sich über das Wochenende verausgabt hat ... [mehr]

Hanna Barbara Gerl-Falkovitz
 

Social Media, E-Mail und Handy: Was macht "Multitasking" mit der Psyche?

Unser Zeitalter ist eine Welt auf „speed“. Dieser Begriff aus der Drogenszene hat Parallelen in der psychischen Verarbeitung ständiger Erreichbarkeit, hochgetakteter Kommunikationsmöglichkeiten und atemloser Selbstdarstellung in sozialen Medien. Die Beschleunigung der Abläufe trägt in sich auch die Versuchung der Ausweitung von Leistungen und Umsätzen. Doch genau hier kommt es zum Konflikt ... [mehr]

Samuel Pfeifer
 

Die Welt verlassen: Über die Schönheit des kontemplativen Lebens

Was ist die Kontemplation? Jenseits von Leistung, Effizienz und Nutzbarkeit, gehört sie dem Raum der Zweckfreiheit an. Sie ist ein Schauen (Beschauung), die an der Liebe gebunden ist. Die Verwandten dieser geistlichen Kontemplation, im menschlichen Sinne, sind die künstlerische Kontemplation, die Betrachtung der Natur, die rein spekulativ-wissenschaftliche Erkenntnis, und das Schauen eines Verliebten. Ohne diesen Bereich wird der Mensch auf das Nützlichkeitselement reduziert und zur Maschine. Es ist der Appell im Menschen über sich selbst hinauszugehen ... [mehr]

Luc Emmerich
 

Ohne Fleiß kein Preis - zur Psychoanalyse des Workaholism

Unter dem Begriff Arbeitssucht werden viele Verhaltensweisen zusammen gefasst, die sich bei näherer Betrachtung sowohl von ihrer Genese als auch Phänomenologie deutlich unterscheiden. Dabei ist die Differenz von Selbsterkenntnis und Fremdzuschreibung zu beachten, denn oft zeigt sich eine „Laiendiagnose“ von Partnern oder Partnerinnen, deren Wünsche und Erwartungen mit den Notwendigkeiten der Berufe ihrer Partnerpersonen massiv differieren ... [mehr]

Rotraud Perner
 

Psychohygiene durch Priority setting und Wertehierarchie

Den Menschen misslingt es heute zunehmend, Ruhe zu finden oder sich zu konzentrieren: Oft verspüren Patienten wegen ständiger Aktivität innere Unordnung, bei der das eigene Leben nicht mehr nach Prioritäten geordnet werden kann. Heutige Formen der Mediennutzung verstärkten das: Viele fühlen sich gedrängt, immer online und erreichbar zu sein oder ständig E-Mails oder Facebook-Updates abzurufen. Den Betroffenen fällt ein Aufblicken, Rezipieren und Wahrnehmen der Realität schwer, und ... [mehr]

Raphael M. Bonelli
 

Kontemplation mitten in der Welt vs. Aktionismus

Burnout in allen Berufen – kann jemand sagen, dass er / sie davor gefeit ist? Auch Priester und Bischöfe sind bisweilen betroffen. Wie kann man sich dagegen wehren? Unter den großen Betern finden sich Menschen mit einer unglaublichen Tatkraft, Krisenfestigkeit und Ausdauer. Sie hatten eine Quelle, aus der sie schöpften, eine Triebfeder, die ihnen Kraft gab, und ein Prinzip der Selbstreinigung, das zu großem Durchhaltevermögen befähigt ... [mehr]